Der Quillaja Extrakt (Quillaja saponaria bark extract) in unseren Produkten stellt den größten Unterschied zu anderer Natur- und Biokosmetik dar. Es handelt sich dabei um einen pflanzlichen Holzextrakt, der aus dem chilenischen Seifenrindenbaum (Quillaja saponaria) gewonnen wird. Wir verwenden ihn als Ersatz für alle gängigen Naturkosmetik Emulgatoren und das hat verschiedenste Gründe.

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Our founder Ben presents a Quillay branch in front of the skyline of Santiago de Chile.

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Warum Quillaja saponaria bark extract?

In der Naturkosmetik verwendete Emulgatoren werden aus Naturstoffen synthetisch hergestellt. Dabei kann man die Herkunft der verwendeten Ausgangsverbindungen nicht kontrollieren. Sicher ist nur, dass diese nicht aus genmodifiziertem Anbau stammen dürfen, um für Naturkosmetik zertifiziert zu werden. Ob die Bestandteile aus Palmöl gewonnen werden, wie es auch oft bei Glycerin der Fall ist, kann man dabei nicht genau sagen. Daher haben wir sowohl auf Naturkosmetik Emulgatoren (z.B. Caprylate, Laurylglucosid, Sodium Cetylstearate, Sodium Olivate etc.), als auch auf die Verwendung von Glycerin in unseren Produkten verzichtet und aus dem Grund sprechen wir bei CREAMS OF THE STONE AGE auch von Paleo Kosmetik – da alle Zutaten ursprünglich natürlich sind.

Der Quillaja Extrakt hat natürlich auch einen Eigengeruch und verbleibt nach Verschwinden unserer Kopf- und Herznote, die vornehmlich bestimmt werden durch Zitrusfrüchte und unsere Kräuterextrakte aus der Provence. Er zeigt sich verantwortlich für eine milde, holzige Note, die man in Verbindung mit den Eigengerüchen der verwendeten Pflanzenöle aus kontrolliert biologischem Anbau wahrnehmen kann.

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That’s the natural environment of the Quillay tree in Chile. It grows in widely open mixed forests with other trees and bushes typical for the region

Eigenschaften des Quillaja Saponins

Die biogenen Eigenschaften dieser Pflanzeninhaltsstoffe sind hervorragend und gleichen denen gängiger Tenside (i.e. Seifen) und das heißt, dass wir damit eine Emulsion aus der öligen und der wässrigen Phase herstellen können – was die Grundvoraussetzung ist, um eine echte Creme anzufertigen. In den Mengen, die verarbeitet werden und die dann natürlich nur auf der Haut Verwendung finden, ist das Quillaja Saponin – der Hauptinhaltsstoff des Extrakts – ein potenter, rein pflanzlicher Emulgator, der darüber hinaus für das hervorragend weiche Hautgefühl unserer Cremes verantwortlich ist.

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This is a QUILLAY tree (Quillaja Saponaria) and we use the extract to manufacture CREAMS totally free from chemistry. We had the honor to visit the plantations and we cannot be happier with the agriculture. The trees are never killed, just 30 percent of the tree is cut and dried to obtain the wood, that is extracted in a complex procedure, solely with water The government of Chile prohibits also the use of trees, that grow along the water stream in between the hills where it's allowed to harvest Quillaja. Like this long lasting harvesting grounds are secured for a sustainable agriculture. A tree has also to be at least 15 years of age until it's used to harvest wood material We'll have a report about Quillaja Saponaria wood extract soon so keep following that you don't miss it #paleokosmetik #paleoskincare #paleobiokosmetik #greenbeauty #nachhaltigkeit #CREAMS #ic_creams #biokosmetik #naturkosmetik #bionaturkosmetik #handcreme #handbalsam #handpflege #crueltyfree #ohnetierversuche #NATRUE #quillay #quillaja #creamsofthestoneage

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Quillaja Saponin wurde und wird selbst heute noch als Schnupftabak verwendet, findet sich als Zusatz in Impfungen, um die Immunreaktion anzukurbeln und die Impfdosis in wässriger Lösung zu stabilisieren, außerdem wird es zur Stabilisierung von Schäumen bei Erfrischungsgetränken verwendet und die indigene Bevölkerung der Anden verwendet es seit Jahrhunderten als Waschmittel und zur Körperpflege. Die Verwendung als Emulgator in Hautpflegeprodukten ist innovativ und ermöglicht CREAMS OF THE STONE AGE den Verzicht auf synthetisch hergestellte Naturkosmetik Emulgatoren, was uns ein großes Anliegen war und stets ist.

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A forrestal engineer demonstrates the spread out land that is used for the wildculture collection of the Quillay wood

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Anbau und Ernte

Ein Seifenrindenbaum muss 15 Jahre alt sein, damit er für die Extrakt Gewinnung genutzt werden darf. Ebenso ist festgelegt, dass in Wildkultur, aus den Mischwäldern der chilenischen Küsten- und Mittelgebirge, nur auf den Hügeln und nicht entlang der Wasseradern abgebaut werden darf. Unser Gründer Ben war dieses Jahr in Chile, um sich selbst ein Bild zu machen. Dabei wurde auch auf die Entlohnung der Arbeiter wert gelegt und die Produktion besichtigt. Die ungeschulten Forstarbeiter erhalten dabei ein gutes Gehalt, was deutlich über dem Mindestlohn in Chile liegt und im Gespräch hat sich eine große Zufriedenheit der Mitarbeiter gezeigt.

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Another view on an old Quillay tree that has been cut recently to obtain the wood for extraction – to produce the Quillaja saponaria bark extract

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Für die Gewinnung werden maximal 30% eines Baumes beschnitten – Ziel ist die Erhaltung des Baums und ein erneuter Austrieb an der Schnittkante, der genommen wird für die Aufzucht neuer Stecklinge. Der Schnitt wird vor Ort zerlegt, dann auf Pferden zu einer Sammelstelle transportiert, wo alles an der Luft getrocknet wird. Danach kommt das Holz in die Fabrik, wo es geschreddert, weiter getrocknet und anschließend extrahiert wird. Das erhaltene Pulver hat einen sehr hohen Saponingehalt und ist daher perfekt geeignet, um in unseren Pflegeprodukten als pflanzlicher Emulgator zum Einsatz zu kommen.

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A freshly cut Quillay tree. About 30% of the tree, that has to be at least 15 years old, are cut for further work-up to the saponine

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On these surfaces the juice of the tree comes out and feeds insects, like this bug. New sprouts grow out of these cutting surfaces, they are used to grow new trees.

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The wood after transportation with the horses is dried for about 4 to 8 weeks before it is brought into the factory for work-up and extraction.

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Nachhaltigkeit

Quillay, wie die Chilenen ihren endemischen (d.h. nur dort wachsenden), immergrünen Baum nennen, kommt nur in den gemäßigten Klimazonen in Chile vor. Dort wird der Baum in Wildkultur gehalten und aus dieser wird auch geerntet. Quillaja hat, im Gegensatz zur Waschnuss (aus Indien), eine weniger bedeutsame kulturelle Verwendung in der indigenen Bevölkerung – es ist also trotz industrieller Gewinnung nach wie vor mehr als genug Material vorhanden und der Baum wächst darüber hinaus sehr schnell. Die Rinde und das Holz werden von den Mapuche als Waschmittel und zur Körperpflege verwendet. Der Abbau aus Wildkultur und die Regularien sind allerdings so streng, dass es im Vergleich mit der Waschnuss, keinen negativen Effekt auf die Bestände hat, wenn wir den Extrakt breit anwenden. Das war uns sehr wichtig, bei der Auswahl geeigneter Rohstoffe, dass wir keine augenscheinlich nachhaltigen Rohstoffe verarbeiten, die dann an anderer Stelle fehlen.