DIE RICHTIGE TATTOOPFLEGE

Tattoos sind längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und haben schon lange ihren anrüchigen Ruf verloren, der einst an ihnen haftete – das Klischee, dass sich ausschließlich Seefahrer und Ex-Knackis damit schmücken. Tattoos sind etwas sehr persönliches, ein individueller Körperschmuck, der manchmal tief in die Seele der tätowierten TrägerInnen blicken lässt. Ein essentieller Bestandteil der heutigen Körperkunst.

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Informiere Dich vor dem Gang zum Tätowierer – Deine Vorbereitung

Daher sollte es gut überlegt sein, was man sich tätowieren lässt, denn ein Tattoo ist eine Entscheidung, die Dich ein Leben lang begleiten wird. Da ist es wichtig, dass Du auch nach Jahren noch mit dem Tattoo in Harmonie leben kannst und eine schnelle Entscheidung später nicht bereust. Auch die Hygiene und das Können Deines Tätowierers / Deiner Tätowiererin des Vertrauens trägt maßgeblich zum Erfolg bei! Die Entfernung so genannter Tattoo-Fails ist aufwändig, schmerzhaft und dabei werden sehr viele Farbpartikel auf einmal frei, welche vom Immunsystem aufgenommen und über die Lymphe des Körpers abtransportiert werden, wo sie dauerhaft gespeichert werden. Das ist eine ganz schöne Belastung für Deinen Körper und gesundheitliche Langzeitfolgen sind nicht ausreichend erforscht.

Außerdem sollte man darauf achten und seinen Tätowierer ruhig auch kritisch fragen, welche Farben zum Einsatz kommen. Eine Liste verbotener Farben – aufgrund der Gesundheitsschädlichkeit – findest Du hier.

Die Problematik: Tattoofarben fallen zwar unter die Kosmetikverordnung der EU, die ist aber prinzipiell nur für die Anwendung von Stoffen auf der Haut und den extern zugänglichen Schleimhäuten bindend. Eine Injektion von Farbpigmenten unter die Haut, die oftmals aus der Lackindustrie stammen, regelt die Kosmetikverordnung hingegen nicht. Daher wird das toxikologische Restrisiko, das von diesen Farbstoffen ausgeht, rechtlich nicht genau definiert. Streng genommen ist die Gruppierung an Tattoo-TrägerInnen also eine große Kohorte für eine Anwendungsstudie auf Langzeit, wie die Farbstoffe im Körper vertragen werden und welche gesundheitlichen Risiken daraus folgen.

Wenn Du diese Ratschläge befolgst und das Motiv Deiner Träume ausgemacht hast, kann es losgehen und was folgt ist ein erhöhter Pflegebedarf der betroffenen Hautpartien. Ein frisches Tattoo ist eine Wunde und dementsprechend zu behandeln. Besonders in den ersten Wochen nach der Tätowierung solltest Du Deine Haut gut und gründlich pflegen, damit das Tattoo dauerhaft schön bleibt.

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Behandlung der frischen Wunde

Die Empfehlungen der Wundbehandlung einer frischen Tätowierung sind sehr widersprüchlich. Es wird häufig empfohlen, das Tattoo mit Paraffinölen (Vaseline), die aus Erdöl gewonnen werden, einzucremen und sie dann luftdicht, mit einer Frischhaltefolie, abzuschließen. Das frische Tattoo direkt nachdem es gestochen wurde, also innerhalb der ersten 3 – 4 Stunden, mit Folie abzudecken, hat sich bewährt. Danach muss die Wunde allerdings auch atmen können und sie sollte immer hygienisch sauber gehalten werden. Der Empfehlung, die Wunde in der Folge auch so zu behandeln – also weitere 2 – 4 Tage, stimmen wir nicht zu, denn eine Wunde sollte nicht hermetisch abgeriegelt werden und muss atmen können. Auch sind okklusive, d.h. Haut verschließende Cremes auf Vaseline Basis (Paraffine aus Erdöl) nicht sonderlich ratsam, da der Körper diese nicht verarbeiten kann und dadurch nur zusätzlich zur Wundheilung Arbeit bekommt. Durch den kompletten Verschluss der Wunde mit Folie kann sich eine Wundkammer ausbilden, die zur Infektion neigt, weil Bakterien einen guten Nährboden vorfinden. Auf der anderen Seite ist auch die komplette Austrocknung des frischen Tattoos nicht ratsam. Optimalerweise pflegst Du Dein neues Tattoo so, dass die körperliche Wundheilung unbeeinträchtigt funktioniert, Du es sauber hältst und so, dass die primäre Vernarbung (und damit der Heilungsprozess) von selbst eintreten kann. Es gilt:

Nachbehandlung eines frischen Tattoos

Nach einiger Zeit wirst Du einen Wundschorf haben, der schon bald von selbst abfällt und der ziemlich jucken kann. Bitte kratze ihn nicht weg, Du könntest dabei die Farbe aus der noch sehr sensiblen Hautschicht mit herauskratzen. Das wäre sehr ungünstig, denn darunter kann das Endergebnis leiden! Ein starker Sonnenschutz (Abdeckung in der Sonne) ist bis zu zwei Monate nach der Tätowierung anzuraten, da die UV-Strahlung auch zur Entfärbung Deines Tattoos beitragen kann, vor allem wenn die Haut noch verwundet ist. Mehr zum Sonnenschutz findest Du unten.

Wir empfehlen die Hautpflege weiterhin mit einer Kombination der Panthenol Lösung und einer leichten, feuchtigkeitsspendenden Schutzcreme. Unsere Bodylotion kann dabei als Schutzcreme aufgebracht werden, wenn Du keine Allergien gegen die Inhaltsstoffe hast, was Du vorher unbedingt an Hautpartien ausprobieren solltest, die nicht verletzt sind. Bei unseren Produkten handelt es sich um strenge Biokosmetik, das heißt, sie werden von uns mit ätherischen Ölen aus kontrolliert biologischem Anbau haltbar gemacht – der Gehalt an potentiellen Allergenen in unseren Rezepturen liegt dabei weit unter 0,2%! Dennoch können diese Naturstoffe, oder auch das Bienenwachs bei Allergikern zu allergischen Hautreaktionen führen, was unbedingt zu vermeiden ist, wenn Du bereits weißt, dass Du gegen unsere Inhaltsstoffe allergisch bist. Die meisten Menschen vertragen die Produkte jedoch einwandfrei und haben damit die perfekte Pflege für die Nachbehandlung bei der Hand. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Inhaltsstoffe einer Creme sollten die Poren nicht verstopfen und die Hautatmung nicht einschränken. Daher sollte man Cremes auf Erdölbasis (Vaseline) auf frisch tätowierten Hautpartien meiden.

Das Bienenwachs bildet einen leichten Schutzfilm auf Deiner Haut, ohne diese zu verschließen, die enthaltenen pflanzlichen Öle aus kontrolliert biologischem Anbau geben Deiner Haut die notwendige Pflege, der Quillaja Extrakt und das Lecithin halten sie geschmeidig und das enthaltene Xylit verhindert die Austrocknung der Wunde. Unsere Cremes ziehen dabei schnell ein und verschließen die Wunde dabei nicht. Sie garantieren Dir ausreichend erwünschte Feuchtigkeit und unterstützen die Haut bei ihrem Selbstheilungsprozess.

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Sonnenschutz von Tattoos & Hautalterung

Haut altert unter UV-Einstrahlung generell schneller, als wenn Du Dich immer aus der Sonne fernhalten würdest. Das wäre jedoch schade und auch nicht zielführend, denn Vitamin D wird durch UV-Strahlung in der Haut gebildet und ist wichtig für unser Wohlbefinden und unseren Antrieb. Vitamin D Mangel spüren wir, insbesondere im Winter, wenn wir uns antriebslos fühlen. Du solltest daher Deine tätowierten Hautpartien generell immer mit hohen Sonnenschutzfaktoren (Sunblocker SSF 50) pflegen, wobei sich die Verwendung von Sonnenschutzcremes empfiehlt, die das Sonnenlicht reflektieren. Dabei kommen die Inhaltsstoffe Zinc oxide und Titanium dioxide in Frage, die gängige Sonnenschutzprodukte aufweißen und dadurch das UV-Licht reflektieren. Bitte verwende solche Produkte erst ab dem zweiten Monat nachdem Du das Tattoo hast stechen lassen, da die enthaltenen Partikel in einer frischen Wunde nichts zu suchen haben! Bis dahin heißt es leider, den schönen neuen Körperschmuck gut vor der Sonne zu verstecken.

Hältst Du Dich an die Pflegehinweise, wirst Du ein Leben lang Freude an Deinem Tattoo haben. Auch die untätowierte Haut wird Dir einen ausgiebigen Sonnenschutz darüber hinaus danken. Beobachte in den Urlaubsregionen mal die Einheimischen zur Mittagszeit, so gut wie niemand setzt sich dort zwischen 11:00 und 15:00 Uhr der direkten Mittagssonne aus. Ein aktiver Sonnenschutz (Kopfbedeckung & Schatten) ist also immer das erste Mittel der Wahl, um die aggressive UV-Strahlung in der Mittagszeit zu vermeiden.

Das der Verzicht auf lange Partynächte, Rauchen und Drogenkonsum, sowie eine ausgewogene Ernährung, die beste Medizin für eine strahlend schöne und gesunde Haut sind, möchten wir hier nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Tattoos in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kommt es zu einer ganz besonderen Form der Hautreizung, nämlich durch schnelles Wachstum zu einer starken Dehnung der Haut und des darunter liegenden Bindegewebes. Das führt mitunter zu Dehnungsstreifen, durch Risse im Bindegewebe unter der Haut. Leider sind Menschen unterschiedlich anfällig für die Ausbildung der Dehnungsstreifen und ganz vermeidbar ist es leider nicht, denn die Haut wird innerhalb kürzester Zeit gezwungen, durch das Wachstum des Babys im Mutterleib, sich weit auszudehnen und nach der Geburt ist der Druck und die Spannung schlagartig weg. Die Haut hat also keine Zeit, sich angemessen zurück zu bilden und die Verletzungen des Bindegewebes bilden sich an der Hautoberfläche ab. Dadurch entstehen die Dehnungsstreifen, die auch Dein Tattoo betreffen können. Es empfiehlt sich also, während der Schwangerschaft die betroffenen Hautpartien gründlich einzucremen, am besten auch hier wieder mit Natur- oder Biokosmetik, die gut in die Haut einzieht und diese geschmeidig hält, sowie keine schädlichen Inhaltsstoffe enthält. Eine ausgewogene Pflege hält so zumindest Deine Haut schön geschmeidig und in einem gesunden Zustand. Das hilft schon sehr, um die Ausbildung von Dehnungsstreifen zu reduzieren. Wichtig ist es, gleich damit anzufangen, sobald Dein Bauch anfängt zu wachsen und der Haut zu helfen, dagegen zu halten. Dafür empfehlen sich reine pflanzliche Öle, die etwas reichhaltiger sind, wie zum Beispiel Avocadoöl, Arganöl, Mandel- oder Olivenöl. Diese Öle liegen lange auf der Haut auf, Du kannst Sie daher in Deinen Händen mit unserer Bodylotion mischen und erzielst damit ein schnelleres und gleichmäßigeres Einziehverhalten!

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Du findest uns übrigens am Wochenende vom 3. – 4. März 2018 auf der Tattoo & Lifestyle in Leipzig!

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